Digitale Dörfer Niedersachsen

Das Projekt Digitale Dörfer Niedersachsen wird als Kooperationsprojekt der Stiftung Digitale Chancen mit dem Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE) durchgeführt und vom Niedersächsischen Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung gefördert. Von Februar 2021 bis Juni 2022 wurden in einem in Göttingen angesiedelten Reallabor gemeinsam mit Kommunen in Südniedersachsen die Bedarfe der Bevölkerung in ländlichen Räumen für mehr digitale Teilhabe ermittelt und Anwendungen der Digitale Dörfer Plattform erprobt.

Ab Sommer 2022 wird das Projekt landesweit ausgerollt. Dabei steht die Unterstützung von Kommunen beim Voranbringen der Digitalisierung in ländlichen Räumen im Vordergrund. Denn die Vermeidung einer digitalen Spaltung zwischen Stadt und Land fängt vor Ort an: Dort wo die Lösungen der Digitale Dörfer Plattform etabliert werden, die kommunale Verwaltung ihre Informationen direkt und digital an ihre Bürger*innen weitergeben kann und Nachbar*innen sich digital miteinander vernetzen, wird der gesellschaftliche Zusammenhalt mit und durch Digitalisierung gestärkt.

Für die Projektlaufzeit können die digitalen Lösungen* der Digitale Dörfer Plattform den teilnehmenden Kommunen aufgrund der Projektförderung ohne finanzielle Eigenleistung zur Verfügung gestellt werden.

Die Anwendungen der Digitalen Dörfer erweitern den kommunikative Austausch in ländlichen Räumen durch digitale Dienste. Die Digitale Dörfer Plattform stellt dazu (1) Dienste wie den DorfFunk bereit, die die Kommunikation von Bürgerinnen und Bürgern untereinander fördern. Zudem ermöglichen (2) Module wie DorfPages einen umfassenden Einblick in das Dorfgeschehen. Somit können (3) Informationen aus verschiedenen Quellen wie bspw. Verwaltung und Zivilgesellschaft lokal bzw. regional gebündelt auch im DorfFunk oder dem Digitalen Schaukasten bereitgestellt werden. Schließlich erlaubt (4) die LösBar die Intensivierung des Austauschs zwischen der Bevölkerung und der lokalen Verwaltung.

In Corona-bedingten Lockdown-Phasen unterstützen die Lösungen so u. a. die gesellschaftliche Solidarität vor Ort, indem sich bspw. Maßnahmen der Nachbarschaftshilfe oder auch die Informationsversorgung der Bevölkerung verbessern lassen. Auch jenseits der Krisenbewältigung hat die Digitale Dörfer Plattform das Potenzial, die Identifikation mit dem ländlichen Lebensumfeld und die Zugehörigkeit zur lokalen Gemeinschaft zu fördern.

Das Projekt wird in Kooperation des Fraunhofer IESE (Digitale Dörfer) und der Stiftung Digitale Chancen durchgeführt und vom Niedersächsischen Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung gefördert.